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Schleudern, trennen, filtern – wie eine Blutspende für die Krankenhäuser vorbereitet wird
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Schleudern, trennen, filtern – wie eine Blutspende für die Krankenhäuser vorbereitet wird

Allgemeine Zeitung 24.08.2016 Von Danielle Schwarz NACKENHEIM/BAD KREUZNACH - Wer heute Blut spendet, kann übermorgen schon ein Leben retten. Drei Tage dauert der Weg des Blutes vom Spender ins Krankenhaus. Doch was passiert eigentlich in der Zwischenzeit?

Leukozyten müssen draußen bleiben: Bei der Filtration kommen nur die roten Blutkörperchen durch den Filter in den Lagerbeutel, die weißen Blutkörperchen bleiben oben. Foto: DRK

Hier geht's rund: Damit sich das Blut in seine Bestandteile spaltet, wird es bei 3500 Umdrehungen in einer Zentrifuge geschleudert. Foto: DRK

85 Leute wurden beim Blutspende-Marathon in Nackenheim am vergangenen Freitag zur Ader gelassen. Die insgesamt 42,5 Liter Blut werden nach Bad Kreuznach zum DRK-Blutspendedienst Rheinland-Pfalz und Saarland gebracht, wo es filtriert und zentrifugiert wird. Was abstrakt klingt, erklärt sich eigentlich ganz einfach.

Wenn von einer Blutspende gesprochen wird, wird damit nie das Blut in der Form gemeint, die dem Spender entnommen wird. In Bad Kreuznach wird das Blut in drei Bestandteile zerlegt: Plasma (Blutflüssigkeit), Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen). Das ist für den Empfänger wichtig, erklärt Florian Ruwwe vom DRK-Blutspendedienst: „Wir wollen in der Spende so wenige Fremdkörper wie möglich haben.“ Damit sind vor allem Leukozyten (weiße Blutkörperchen) gemeint.

Die Trennung des Blutes geschieht mit einer Zentrifuge: Die Blutbeutel werden eingesetzt und 13 Minuten bei etwa 3500 Umdrehungen pro Minute geschleudert. Die roten Zellen schwimmen danach unten, das Plasma oben. In der Mitte befindet sich der sogenannte Buffy-Coat, die Mittelschicht aus Thrombozyten. Nach der Aufspaltung müssen sich die Erythrozyten noch einmal von einem Bestandteil trennen, den Leukozyten: „Sie sorgen für Abwehrreaktionen“, sagt Daniel Beiser, Pressereferent beim DRK, denn das sei vor allem für immunschwache Patienten schädlich. Also müssen die Leukozyten rausgefiltert werden. Der Fachmann nennt das Endprodukt „leukozytenfiltriertes Erythrozytenkonzentrat“, der Laie darf es „Entfernung der weißen aus den roten Blutkörperchen“ nennen.

Die Erythrozyten mögen es kühl: Zwischen zwei und sechs Grad Celsius werden sie maximal 42 Tage gelagert. Der Eskimo unter den Blutprodukten ist allerdings das Plasma: Die Blutflüssigkeit, die aus Wasser, Eiweiß, Nährstoffen und Faktoren für Blutgerinnung und Infektabwehr besteht, wird innerhalb von 24 Stunden bei minus 60 Grad schockgefroren und anschließend bei minus 30 Grad vier Monate lang aufbewahrt.

Die Thrombozyten hingegen mögen es warm: Bei 20 bis 24 Grad werden die Konzentrate ständig bewegt, damit sie nicht verkleben. Vier Tage sind die Thrombozyten nur haltbar. Sie werden vor allem bei Patienten eingesetzt, deren Blutplättchenbildung gestört ist. Das kann bei Leukämie der Fall sein.

Nun sind die Blutbestandteile theoretisch einsatzbereit – aber wer kontrolliert eigentlich, dass sie auch gesund sind? Die Untersuchung des Blutes läuft parallel in Hagen in Nordrhein-Westfalen ab. Eine Probe jeder Spende geht dort in ein Labor. „Das Blut wird auf HIV, Hepatitis A, B und C, Syphilis und Ringelröteln kontrolliert“, erklärt Beiser. Innerhalb von 24 Stunden sind die Ergebnisse da, sodass die Blutbestandteile an Tag drei ins Krankenhaus kommen.

Gerade im Sommer werden dringend Spender gesucht

Wer welche Blutspende bekommt, hängt zwar meistens, aber nicht ausschließlich von der Blutgruppe (A, B, AB oder 0) und dem Rhesusfaktor (positiv oder negativ) ab. Über 100 andere Faktoren, erklärt Florian Ruwwe, gibt es zusätzlich. „Sie kommen dann zum Tragen, wenn ein Patient immunschwach ist. Dann sollte das Blut wirklich 100-prozentig passen, damit dem Spendenempfänger nicht geschadet wird.“

Übrigens gibt es nicht von jeder Blutgruppe einschließlich Faktoren gleich viele Spenden: 37 Prozent der Deutschen sind A Rhesus-positiv, aber nur ein Prozent AB Rhesus-negativ. Je seltener die Blutgruppe, desto weniger Lebensretter gibt es. Deshalb ist es umso wichtiger, dass möglichst viele Menschen den Mut zur Blutspende haben.

Gerade jetzt im Sommer ist das wichtig: Wegen der ansteigenden Temperaturen bleibt ein Großteil der Spender weg oder ist verreist. Hinzu kommt, dass Urlauber je nach Reiseziel bis zu sechs Monaten nicht Blut spenden dürfen, weil sie sich beispielsweise in Ländern mit Malaria-Risiko aufgehalten haben. Der DRK-Blutspendedienst West hat einen Rückgang der Blutspender um fast 30 Prozent verzeichnet. Täglich werden vom DRK rund 3500 Blutkonserven und zwischen 800 und 100 Spender benötigt, nur bleibt ein großer Teil von ihnen aus. Das kann dramatische Folgen haben, sagt Daniel Beiser: „Wir müssen befürchten, dass wir die Krankenhäuser nicht mehr ausreichend mit Blutkonserven versorgen können.“

  • DIE SERIE

Ob bei Krebs- und Herzerkrankungen, nach Verkehrsunfällen oder bei Blutarmut: Jeden Tag werden in Krankenhäusern auf der ganzen Welt Bluttransfusionen benötigt. Für Betroffene kann ein Blutspender damit zum Lebensretter werden.

Am Freitag, 19. August, hat der DRK-Ortsverein der VG Bodenheim einen Blutspende-Marathon in Nackenheim veranstaltet.

Die AZ nimmt die Veranstaltung zum Anlass, das Thema Blutspende einmal umfassend zu beleuchten: Was passiert bei einer Blutspende? Warum sollte man überhaupt spenden? Und was passiert mit dem Blut, nachdem es entnommen wurde?

Im heutigen Serienteil erklären Daniel Beiser und Florian Ruwwe vom DRK-Blutspendedienst West in Bad Kreuznach, wie das Blut nach der Spende präpariert wird.

24. August 2016 09:55 Uhr. Alter: 2 Jahre