SQL debug
caller t3lib_DB::exec_INSERTquery
ERROR Unknown column 'tags' in 'field list'
lastBuiltQuery INSERT INTO tt_news_cache(identifier,content,crdate,tags,lifetime) VALUES ('5bd737368473c68504c84185cf1064','a:1:{i:1;a:9:{s:5:\"title\";s:6:\"Presse\";s:5:\"image\";s:0:\"\";s:8:\"shortcut\";s:1:\"0\";s:15:\"shortcut_target\";s:0:\"\";s:10:\"single_pid\";s:1:\"0\";s:5:\"catid\";s:1:\"1\";s:15:\"parent_category\";s:0:\"\";s:7:\"sorting\";s:1:\"0\";s:9:\"mmsorting\";s:1:\"1\";}}','1534469119','getCategories','86400')
debug_backtrace require#80 // include#439 // TSpagegen::renderContent#77 // tslib_cObj->cObjGet#311 // tslib_cObj->cObjGetSingle#493 // tslib_cObj->USER#620 // tslib_cObj->callUserFunction#789 // call_user_func_array#6614 // tx_templavoila_pi1->main_page# // tx_templavoila_pi1->renderElement#224 // tx_templavoila_pi1->processDataValues#361 // tslib_cObj->cObjGet#629 // tslib_cObj->cObjGetSingle#493 // tslib_cObj->RECORDS#580 // tslib_cObj->cObjGetSingle#1451 // tslib_cObj->cObjGetSingle#531 // tslib_cObj->CASEFUNC#598 // tslib_cObj->cObjGetSingle#1666 // tslib_cObj->COBJ_ARRAY#550 // tslib_cObj->cObjGet#745 // tslib_cObj->cObjGetSingle#493 // tslib_cObj->CASEFUNC#598 // tslib_cObj->cObjGetSingle#1666 // tslib_cObj->CASEFUNC#598 // tslib_cObj->cObjGetSingle#1666 // tslib_cObj->cObjGetSingle#531 // tslib_cObj->USER#620 // tslib_cObj->callUserFunction#789 // call_user_func_array#6614 // tx_ttnews->main_news# // tx_ttnews->displaySingle#171 // tx_ttnews->getCategories#1168 // tx_ttnews_cache->set#2449 // t3lib_DB->exec_INSERTquery#111 // t3lib_DB->debug#184
Eine wertvolle Ressource
Sie sind hier: Aktuelles » Eine wertvolle Ressource

zurück zur Startseite

Eine wertvolle Ressource

Allgemeine Zeitung Nackenheim 30.08.2016 Von Danielle Schwarz Chefarzt Gerd Engers erklärt, wann in der Diakonie Bad Kreuznach transfundiert wird und wann nicht

NACKENHEIM/BAD KREUZNACH - In einem unscheinbaren weißen Kühlschrank im ersten Stock wird sie gelagert, eine der wertvollsten Ressourcen der Welt: Spenderblut. Bei vier Grad liegt hier das Notfalldepot des Diakonie Krankenhauses in Bad Kreuznach. Und weil die Ressource so kostbar ist, muss sie verantwortlich eingesetzt werden. Transfundieren oder nicht transfundieren, das ist hier jeden Tag die Frage.

42,5 Liter Blut kamen beim Spende-Marathon in Nackenheim zusammen. Sie wurden beim DRK Blutspendedienst in Bad Kreuznach aufbereitet und in Blutprodukte zerlegt, sprich: in Plasma, Erythrozyten und Thrombozyten. Als eines von 130 Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz und dem Saarland erhält die Diakonie Blutkonserven vom DRK. Rund 84 Euro kostet jede Einzelne von ihnen.

Transfusion nach Unfällen und Wirbelsäulen-OPs

Die meisten Transfusionen erhalten in Bad Kreuznach Patienten bei Wirbelsäulen-Operationen, nach Unfällen oder Krebskrankheiten, sagt Dr. Gerd Engers. Der Chefarzt der Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin ist der Transfusionsverantwortliche in der Diakonie und sorgt dafür, dass das Personal in Sachen Blutübertragung stets auf dem neusten Stand ist.

Das ist wichtig, denn bei Transfusionen ist äußerste Vorsicht geboten: Erhält ein Patient die falsche Blutkonserve, können schwere Komplikationen auftreten. Das Blut verklumpt. Es kann nicht mehr durch den Körper transportiert werden und der Spendenempfänger könnte daran sterben. „In der Produktionskette gibt es eine Schwachstelle, und das ist der Mensch“, sagt Engers. Umso wichtiger also, dass vor einer Transfusion getestet wird, ob das Spenderblut auch zu seinem Empfänger passt.

Steht eine Transfusion an, so wird zunächst die Blutgruppe des Patienten genauestens untersucht. Nachfolgend wird dann die für diese Blutgruppe entsprechende Konserve ausgesucht und mit einer kleinen Blutprobe des Patienten auf Verträglichkeit getestet. Als zusätzlicher Sicherheitsfaktor erfolgt ein sogenannter Bedside-Test unmittelbar vor der Transfusion. „Auf einem mit Seren getränkten Kärtchen wird getestet, ob die angegebene Blutgruppe des Patienten auch tatsächlich stimmt“, erklärt Engers. Die ermittelte Blutgruppe wird anschließend mit den Angaben auf der Konserve verglichen. Erst dann, und nur dann, darf transfundiert werden, sonst macht der behandelnde Arzt sich strafbar.

Manche Patienten lehnen Bluttransfusionen allerdings aus Glaubensgründen ab, berichtet Engers: „Die Zeugen Jehovas erhalten kein Spenderblut, selbst wenn sie dadurch sterben.“ Das müssen die Betreffenden vorher schriftlich unterzeichnen. „Man muss den Willen dieser Menschen akzeptieren“, sagt der Chefarzt. „Aber nicht jeder Kollege operiert sie, weil er es nicht mit sich vereinbaren kann, jemanden verbluten zu lassen.“ Andere Patienten hingegen bestünden auf Eigenblutspenden, die in der Diakonie zwar angeboten, aber nicht durchgeführt werden. Hierfür werden die Patienten an die Blutspendezentrale des Deutschen Roten Kreuzes weitergeleitet.

Die Patientensicherheit muss bei jeder Behandlung im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet aber auch, abzuwägen, ob ein Patient das Spenderblut wirklich braucht. „Eine Transfusion dann, wenn sie notwendig ist, und wenn sie das ist, dann sofort und schnell.“ Diese Entscheidung wird vom Hämoglobinwert des Patienten abhängig gemacht, also vom Eisenwert: Während früher schon bei einem Wert unter 12 transfundiert wurde, liegt er mittlerweile bei 7,3.

Besonders 0 Rhesus-negativ ist gefragt

Damit Patienten tendenziell weniger Spenderblut brauchen, wird in der Diakonie auch mit einem sogenannten „Cellsaver“ gearbeitet. Bedeutet: Verliert jemand bei einer Operation Blut, wird dieses abgesaugt, aufgefangen und gereinigt. So bekommt der Patient sein eigenes Blut wieder zurück.

Diese und weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Blutverlust während und nach Operationen sowie zur Vorbereitung des Patienten auf die Operation bezeichnet man als „Patient Blood Management“. Sie bedeuten gleichwohl aber nicht, betont Engers, dass die Krankenhäuser nicht mehr oder auf weniger Spenderblut angewiesen sind. „Die Bereitschaft zum Blutspenden hat nachgelassen – das darf sie aber nicht.“

Besonders die Blutgruppe 0 Rhesus-negativ, die mit nur sechs Prozent sehr selten ist, ist nicht nur in Bad Kreuznach sehr gefragt. Im unscheinbaren weißen Kühlschrank in der Diakonie sind immer vier Konserven davon gelagert. Denn dieses Blut kann Patienten mit jeder anderen Blutgruppe das Leben retten.

  • DIE SERIE

Ob bei Krebs- und Herzerkrankungen, nach Verkehrsunfällen oder bei Blutarmut: Jeden Tag werden in Krankenhäusern auf der ganzen Welt Bluttransfusionen benötigt. Für Betroffene kann ein Blutspender damit zum Lebensretter werden.

Am Freitag, 19. August, hat der DRK-Ortsverein der VG Bodenheim einen Blutspende-Marathon in Nackenheim veranstaltet.

Die AZ nimmt die Veranstaltung zum Anlass, das Thema Blutspende einmal umfassend zu beleuchten: Was passiert bei einer Blutspende? Warum sollte man überhaupt spenden? Und was passiert mit dem Blut, nachdem es entnommen wurde?

Im heutigen Serienteil erklärt Dr. Gerd Engers, Chefarzt der Abteilungen Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin im Diakonie Krankenhaus Bad Kreuznach, was mit dem Blut im Krankenhaus passiert.

30. August 2016 10:21 Uhr. Alter: 2 Jahre